Verhältnisse

Wie die meisten Corps pflegt Marchia so genannte Verhältnisse zu Corps an anderen Hochschulorten, die ähnliche Prinzipien vertreten. Das bedeutet, dass zwischen den Corps freundschaftliche Beziehungen bestehen, die sich teilweise schon seit weit über hundert Jahren bewährt haben. Die Verhältnicorps spielen in der Semestergestaltung der Aktiven eine große Rolle.

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Geschichte

Das Corps Marchia wurde in seiner heutigen Form am 26.11.1810 in Berlin gestiftet. Die Wurzeln unseres Corps reichen aber noch weiter zurück. Im Jahre 1786 schlossen sich Studenten aus der Mark Brandenburg an der damaligen Preußischen Landesuniversität, der Alma Mater Viadrina in Frankfurt an der Oder, zum märkischen Kränzchen zusammen. Zielsetzung war die Verbindung zu einer festen Korporation in Opposition zu den damals bestehenden, als Geheimbünden organisierten Studentenorden. Auch wenn das junge Kränzchen, teils auch als märkische Verbindung bezeichnet, sich zum Ziel gesetzt hatte, die Vormachtstellung der Orden und ihr Treiben zu Unterbinden, so übernahm man von Ihnen dennoch einige Gepflogenheiten, wie das Führen eines Zirkels als Erkennungszeichen, sowie das tragen farbiger Kleidungsstücke als Symbol der Zugehörigkeit zur Verbindung.

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Fechten

Wie fast alle Corps ist auch Marchia pflichtschlagend. Wir betreiben also das akademische Fechten. Pflichtschlagend bedeutet, dass jedes Mitglied des Corps in seiner Aktivität eine bestimmte Anzahl von Mensuren, die Pflichtpartien, absolvieren muss. Die Mensur ist ein streng reglementiertes Gefecht, das zwischen den Angehörigen unterschiedlicher Verbindungen, die sich auf einem ausgeglichenen technischen Niveau befinden, mit scharfen Waffen ausgetragen wird. Man ficht also nie mit Mitgliedern seines eigenen Corps. Bei der Mensur ist der Fechtende, der Paukant, durch verschiedene Ausrüstungsgegenstände vor allen wirklich gefährlichen Verletzungen geschützt. Was bleibt ist das Risiko einer Schnittwunde am Kopf.

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Prinzipien

Das Corps Marchia ist Mitglied des Kösener Senioren Convents Verbandes (KSCV), des ältesten Dachverbandes studentischer Verbindungen in Deutschland. Alle in diesem Verband organisierten Corps teilen das Toleranzprizip. Dieses Prinzip bedeutet einerseits, dass Corps als Personenverbände keine einheitliche (Partei-) politische Linie vertreten. Die religiösen und politischen Ansichten des Einzelnen spielen keine Rolle für eine Mitgliedschaft. Vielmehr steht der Charakter der Person im Mittelpunkt und jede Meinung oder Weltanschauung wird – soweit sie sich im Rahmen des Grundgesetzes bewegt - geachtet und toleriert.

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